Demografischer Wandel trifft KI und Automatisierung
Future Meeting Space Forschungsergebnisse 2025
Einordnung der Studie und Relevanz für Destinationen und Leistungsträger
Die Studie „Future Meeting Space 2025“ wurde im Zeitraum 2023–2025 vom German Convention Bureau (GCB) gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO erarbeitet. Sie ist Teil eines Forschungsprozesses zur Zukunft der Business-Event-Branche in Deutschland.
Beteiligt waren neben wissenschaftlichen Expertinnen und Experten des Fraunhofer IAO zahlreiche Akteure aus der Veranstaltungswirtschaft – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Destinationen, Agenturen, Verbänden, Locations, Hotellerie und Technikdienstleistung. Die Ergebnisse basieren auf Marktanalysen, Szenarioarbeit, Experteninterviews, Workshops sowie der systematischen Analyse von über 40 Jobprofilen im Event-Ökosystem.
Ausgangspunkt der Untersuchung waren zwei zentrale Fragen:
- Wie wirken sich der demografische Wandel und die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz auf Rollen, Kompetenzen und Arbeitsprozesse in der Veranstaltungswirtschaft aus?
- Was bedeutet das konkret für Unternehmen, Destinationen und Leistungsträger?
Die Erkenntnisse zeigen: Die Branche steht vor einem strukturellen Wandel. Aufgabenprofile verändern sich, Routinetätigkeiten werden zunehmend automatisiert, während strategische, kreative und zwischenmenschliche Kompetenzen an Bedeutung gewinnen.
Für Rostocks touristische Leistungsträger ist das hochrelevant. Wettbewerbsfähigkeit entsteht künftig durch die gezielte Weiterentwicklung von Kompetenzen, den klugen Einsatz von Technologie und die bewusste Stärkung der persönlichen Gastgeberrolle.
Zentrale Ergebnisse
- Deutschland bleibt führende Kongressdestination – gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel deutlich.
- Bis 2030 wird ein Großteil der Tätigkeiten automatisiert oder in enger Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie erfolgen.
- Besonders gefragt sind künftig Kompetenzen in: Konzept- und Innovationsmanagement, IT- und Systemmanagement, Softwareentwicklung, Datenanalyse & Business Intelligence
- Routinetätigkeiten (z. B. Registrierung, Serviceprozesse) werden zunehmend automatisiert.
- Menschliche Stärken bleiben entscheidend: Kreativität, strategisches Denken, Verantwortung, Empathie und persönliche Interaktion.
Kernaussage:
Technologie ersetzt den Menschen nicht – sie ergänzt ihn. Erfolgsentscheidend sind KI- und Datenkompetenz sowie kontinuierliche Qualifizierung.
Relevante Learnings
- Fachkräftemangel strategisch begegnen
- Prozesse digitalisieren und automatisieren
- KI zur operativen Entlastung einsetzen
- Personal stärker auf wertschöpfende Aufgaben fokussieren
- Kompetenzen gezielt weiterentwickeln
- Daten- und KI-Kompetenz als Grundfertigkeit etablieren
- System- und Prozessverständnis ausbauen
- Mensch-Technik-Interaktion professionalisieren
- Rollen neu definieren
- Weniger reine Ausführung – mehr Steuerung, Qualitätssicherung und Beratung
- Stärkere Fokussierung auf Konzeption, kreative Inszenierung und strategische Zusammenarbeit
- Mensch als Differenzierungsfaktor
- Persönliche Betreuung bleibt zentral
- Empathie und Kommunikationsstärke gewinnen an Bedeutung
- Authentische Gastgeberkultur wird zum Wettbewerbsvorteil
Fazit
Wer jetzt in digitale Kompetenzen, intelligente Prozesse und kontinuierliche Qualifizierung investiert, stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit der Destination im Markt der Business Events.
Die Zukunft liegt nicht in „Technik oder Mensch“, sondern in der strategischen Verbindung von beidem.
Unter folgendem Link finden Sie weiterführende Informationen:
Aufzeichnung der Ergebnispräsention vom 3.2.2026

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